Mafia Wars 2012 – Die Frühjahrsfahrt der Tscherkessen

In Saarbrücken herrscht Krieg: Seit einigen Jahren schon kämpfen die vier größten Mafiafamilien um die Vorherrschaft in der Landeshauptstadt. Auch die Bürger leiden sehr unter den Streitigkeiten von Don Luciano, Don Carbonari, Don Promillo und Don Tortellino, schließlich müssen sie regelmäßig Schutzgeld zahlen, wer sich weigert, landet mit Beton an den Füßen in der Saar.

Doch nun gibt es Licht am Horizont: Der neue Commissario, der engagierte Enrico Mortadelli, möchte die vier Dons an einen Tisch bringen und so den Frieden in der Stadt wiederherstellen.

Es steht viel auf dem Spiel: Wird es Mortadelli gelingen, die Dons zu vereinen und die Zukunft Saarbrückens zu sichern?

Lest selbst!

Am vergangenen Wochenende fand in Stadtkyll in der Eifel das offizielle Friedenstreffen statt. Natürlich nahmen die Dons schon alleine aus Sicherheitsgründen nicht alleine an dem Treffen teil, sondern brachten ihre jeweiligen Familien, ihre Consiglieri und Capodecinas, mit. Nachdem in Stadtkyll die Unterkünfte bezogen waren, stellte sich bereits heraus, dass die Dons offensichtlich nicht bereit waren, ihre Monopole für Drogen, Schnaps, Falschgeld und Tabak in Saarbrücken freiwillig aufs Spiel zu setzen und erteilten ihrer Gefolgschaft gezielte Aufträge, um den anderen Familia zu schaden. Bereits nach kurzer Zeit wurde so unter anderem Don Tortellinos Krawatte gestohlen und die Familia von Don Promillo wurde mit Steinen in den Schuhen kampfunfähig gemacht. So sehr sich der Commissario

Commissario Mortadelli umgeben von Consiglieri

auch bemühte, zu mehr als einem abendlichen Treffen am Feuer (mit Aufnahme neuer Mafiosi in die Familias) ließen sich Don Carbonari und Co. nicht überreden.

Vom nächsten Morgen erhoffte sich

Mortadelli einiges, schließlich hatte er extra einen Herrn von der Spezialeinheit bestellt, um den Familias durch gemeinsame Übungen und Kooperation zu einer ersten Annäherung zu verhelfen. Die Familias beteiligten sich – natürlich nur zu Alibizwecken – rege an diesen Aktivitäten, sodass der Commissario, so glaubte er zumindest zu diesem Zeitpunkt noch, einen ersten Erfolg verbuchen konnte.

Doch bereits nach einer kurzen Stärkung sollte er vom Gegenteil überzeugt werden. Wie aus dem nichts zogen die Familia zu ihren Hauptquartieren –  Don Promillo zu seiner Schnapsbrennerei, Don Luciano in den Drogenbunker, Don Carbonari in die Tabakfabrik und Don Tortellino zu seiner Falschgelddruckerei – um sich dort auf eine Durchbrechung des jeweiligen Monopols der anderen Mafiosi zu rüsten. Selbst der werte Herr Commissario konnte dann nur noch hilflos zuschauen, wie die Consiglieri ihre Waren an die mächtigeren feindlichen Capodecinas abgeben mussten, die diese wiederum an die Dons weiterreichten. Nach der Schlacht gelang dem Ermittler dann doch noch eine gute Aktion. Er konnte endlich einem der Dons, nämlich Carbonari, seine illegalen Aktivitäten nachweisen und diesen festnehmen. Die Freude bei den anderen Familia war offensichtlich riesengroß.

Zurück im Basislager dann der Schock: Einer der Dons musste Don Tortellino während der Kämpfe seinen kompletten Vorrat an Falschgeld gestohlen haben. Nun war der Pate so verzweifelt, dass er sich sogar auf einen Deal mit Enrico Mortadelli einließ, den dieser auch bereitwillig annahm, schließlich könnte sich eventuell eine Möglichkeit ergeben, so einem anderen Don seine Verstrickungen in illegale Geschäft nachzuweisen und ihn so festnehmen zu können. Nach ein

Die Familias bei der Ermittlung des Falschgelddiebes

wenig Ermittlungsarbeit seitens der Familias in Kooperation mit dem Polizisten konnte durch einen entscheidenden Tipp seiner langjährigen Liebschaft Don Luciano als Täter ermittelt werden. Prompt wurde dieser, wie schon Don Carbonari wenige Stunden zuvor, in Handschellen abgeführt. Als Dank für die Wiederbeschaffung des Falschgelds gab Don Tortellino einen Teil seines Vorrats an die Familias ab und lud alle Mafiosi gleichzeitig ins Casino ein, welches am Abend öffnen sollte. Schick gestriegelt schließlich trafen alle Paten samt Gefolge pünktlich um 20 Uhr an der Spielhalle ein, um dort bei Cocktails und selbstgemachter Pizza an den Roulette-, Poker- und Blackjacktischen ihr Glück zu versuchen. Einigen gelang ein großer Gewinn, andere gewannen höchstens Übernachtungen bei den Fischen, kostenlos auf Lebenszeit.

Beim Roulette ging es um Alles oder Nichts!

Es wurde sehr lange gezockt und gefeiert, dementsprechend müde waren die Schergen der Dons am nächsten Morgen: Die Paten hingegen hatten sich scheinbar über Nacht beraten und noch einen letzten Auftrag vor der Abreise formuliert. Die Waren, die am Vortag von den zwei festgenommenen Dons einkassiert wurden, mussten noch über die Stadtgrenze geschmuggelt werden, um sie in Saarbrücken zu Geld machen zu können. Dumm nur, dass die Grenze ausgerechnet von Enrico Mortadelli sowie Don Carbonari und Don Luciano, die mitterweile scheinbar zu Polizei übergewechselt waren, bewacht wurde. Trotz des großen Aufgebots der Staatsgewalt war es im Endeffekt jedoch kein Problem für die Familias, die Waren zu schmuggeln. Don Promillos Freude über die geglückte Schmuggelaktion war jedoch nur von kurzer Dauer, er wurde im Gedränge von Don Luciano erschossen,

Schmuggler vs. "Commissario" Luciano

sodass nun nur noch Don Tortellino als einziger freier Don für die Herrschaft über die Stadt in Frage kam. Zähneknirschend nahm dies der Commissario hin, immerhin hatten so die ewigen Straßenschlachten in Saarbrücken ein Ende.

Don Tortellino hingegen verkündete zur Feier des Tages, dass es zum Mittagessen Tortellini, rein zufällig Don Tortellinos Lieblingsgericht, geben sollte. Nach dem Essen reisten alle Mafiosi, Tortellino in Freiheit, Carbonari und Luciano in Gefangenschaft und Promillo im Leichensack, zurück nach Saarbrücken.

Wir dürfen gespannt sein, ob nun in unserer schönen Stadt der Frieden zurückkehrt.

[weitere Bilder der Aktion auf http://www.tscherkessen.de]

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